Januar 2013

21.01.13

Stahlpreis Stahlaltschrott steigt auf €262

Der Stahlpreis für Stahlaltschrott konnte den dritten Monat in Folge zulegen. Im bundesweiten Durchschnitt klettert die Schrottpreisentwicklung nach den Daten des Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V (BDSV) auf 262,40 Euro pro Tonne. Das sind 5,90 Euro pro Tonne mehr als im Dezember.

Seit dem Beginn des vierten Quartals befinden sich die Schrottpreise auf dem Weg nach oben. Im Oktober 2012 lag der Lagerverkaufspreis bei durchschnittlich bei 222 Euro. Ungewiss ist, ob der Anstieg der Stahlpreise weiter geht. Nach drei Erhöhungen in Folge stellen Preisanalysten oftmals eine bestätigte Aufwärtsbewegung fest.

Aus dieser Sicht wäre eine Fortsetzung der steigenden Schrottpreise in den kommenden Monaten auf 300 Euro nur logisch. Zuletzt kostete Stahlaltschrott im April 2012 mehr als 300 Euro. Skeptikern geht das ein wenig zu schnell. Sie stört zum einen der recht starke Wechselkurs des Euros gegenüber dem Dollar bei derzeit 1,33.

Die Stärke der Gemeinschaftswährung könnten europäische Schrotthändler nutzen, um auf den US-Markt ihre Einkäufe zu forcieren. Darüber hinaus befindet sich die Stahlpreisentwicklung für Altschrott nach wie vor in einer langfristigen Abwärtsbewegung, die im Februar 2011 bei 355 Euro begann. Damit der Trend umgekehrt werden kann, müsste der Stahlpreis über 275 Euro steigen.

An der Londoner Metallbörse (LME) befindet sich der Stahlpreis für das Vorleistungsprodukt Steel Billets mit 285 Dollar und 214 Euro auf dem absteigenden Ast. Auf Rückenwind von der LME kann die Schrottpreisentwicklung nicht bauen. Die dortige Stahlpreisentwicklung liegt seit August 2011 in einem scharfen Abwärtstrend. Eine Trendumkehr ist weit und breit nicht in Sicht.

11.01.13

Stahlpreis aktuell / Stahlpreisentwicklung 2013

- LME Stahlpreis in US-Dollar: $289
- LME Stahlpreis in Euro: €219
- US-Warmbreitband in US-Dollar: $640
- US-Warmbreitband in Euro €481

Der Stahlpreis steht aktuell bei 289 Dollar an der Londoner Metallbörse (LME). Rechnet man die Stahlpreisentwicklung in die Verrechnungseinheit Euro um, dann kosten an der LME gehandelten Stahlknüppel 219 Euro. Es zeichnet sich eine leichte Erholung ab. In der Vorwoche sank der Stahlpreis auf ein Vierjahrestief bei 207 Euro. Warm gewalzter Stahl aus den USA verbilligte sich von 504 Euro (640 Dollar) auf 481 Euro (640 Dollar).

"Zuletzt haben sich die Anzeichen für eine Stabilisierung der Stahlkonjunktur verdichtet: Im Dezember ist die Rohstahlproduktion um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Im letzten Jahresviertel ergab sich mit 10,2 Millionen Tonnen ein Zuwachs von einem knappen Prozent", schreibt die Wirtschaftsvereinigung Stahl in einer Pressmitteilung über die deutsche Rohstahlproduktion vom 10. Januar 2013.

Man rechne nach wie vor mit einer weitgehend stabilen Produktion mit Tendenzen zu einer leichten Aufwärtsbewegung, aber noch nicht mit einer durchgreifenden Erholung. Die Besserung dürfte es erst zum Jahreswechsel 2013 auf 2014 einsetzen, insofern die Ökonomen mit ihren Wachstumsprognosen richtig liegen sollten.

Der Stahlpreis reagiert auf eine Aufhellung der Konjunkturindikatoren in der Regel deutlich träger als andere Rohstoffe. Der Kupferkurs erhöhte sich seit Weihnachten von 7.780 auf 8.117 Dollar pro Tonne (+4,33 Prozent). Das Nordseeöl Brent schaffte einen Anstieg von 108 auf 112 Dollar je Fass (+3,70 Prozent).

07.01.13

Stahlpreis sinkt auf €207 / steigt auf $655

Die Stahlpreise laufen diametral auseinander. Amerikanisches Warmbreitband klettert an der Warenterminbörse in Chicago (CME) auf 655 USD pro Tonne. An Weihnachten schlug die Stahlsorte mit 642 USD zu Buche. Rechnet man die Stahlpreisentwicklung zu den jeweils tagesgültigen Wechselkursen des Euros zum Dollar um, ergibt sich eine Zunahme von 486 Euro auf 504 Euro (+3,7 Prozent).

Bei den an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelten Steel Billets zeigen die Daumen nach unten. Der LME Stahlpreis fällt auf ein Vierjahrestief bei 270 USD bzw. 207 Euro. Europas Konjunktur darbt vor sich hin. Allmählich wird aber Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Die Rückkehr zu Wirtschaftswachstum könnte schneller gelingen als bisher angenommen. Antriebsfeder dürften die euphorischen Finanzmärkte sein.

Die Wachstumsprognose 2013 der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Euroraum liegt derzeit bei -0,3 Prozent. Die Europäische Kommission geht von einem Miniplus in Höhe von 0,1 Prozent aus. Die Entwicklung an den Finanzmärkten, insbesondere der steile Anstieg der Aktienkurse, zeigt jedoch, dass mehr möglich ist.

Positive Rückkopplung

Durch die extrem und notfalls unbegrenzte Lockerungspolitik haben EZB und Fed offenbar eine positive Rückkopplungsschleife in Gang gesetzt. Unsicherheit und Angst weicht größerer Risikofreude und der Suche nach höheren Renditen. Banken nehmen einen Teil des Zentralbankgeldes, um es in die Realwirtschaft zu pumpen.

Für Unternehmen und private Haushalte wird es einfacher an Kredite zu kommen, mit denen sie Maschinen oder neue Autos kaufen. Dies wiederum erhöht die Nachfrage nach Stahl, was sich mit einer gewissen Verzögerung in Form von steigenden Stahlpreisen widerspiegeln dürfte. Darüber hinaus sprechen niedrigen Lagerbestände des Stahlmarktes für eine steigende Stahlpreisentwicklung.

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