27.03.13

Chinas Stahlpreise geben mit 3.916 Yuan (494 €) den Ton an

Bei der chinesischen Stahlpreisentwicklung 2013 kommen Nachholeffekte zum tragen. Die Feierlichkeiten und Ferien rund um das chinesische Neujahr dämpfen nicht länger den Appetit der Unternehmen auf Stahl. Vor allen die Nachfrage aus dem Baugewerbe ist nach dem Ende des Winters kontinuierlich am steigen.

Der in Shanghai am meisten gehandelte Kontrakt für Betonstahl steigt von 3.881 Yuan (489 Euro) auf 3.916 Yuan (494 Euro). Seit zwei Wochen ist die für Bauunternehmen so wichtige Stahlpreisentwicklung bereits am klettern. Mitte März notierte der Stahlpreis für Betonstahl an der Warenterminbörse in Shanghai noch bei 3.791 Yuan (468 Euro).

"Wir sehen eine zurückkommenden Nachfrage über das gesamte Land, und abnehmende Lagerbestände beglaubigen das", zitiert der Finanzdienst Bloomberg den Analysten Ren Xinlei von dem Händler Luzheng Futures. In China war der Winter ungewöhnlich lang, wodurch sich geplante Bautätigkeiten um etwa zwei Wochen verschoben haben. Die Betonstahlpreise sollten deswegen nun einen Schub bekommen, erläutert der Analyst.

Weil auch der europäische Winter dieses Jahr nicht aufhören will, hoffen die Stahlkocher auf einen ähnlichen Nachfrageschub. Die Stahlpreise gingen weiter zurück, stellte Dr. Gernot Nerb, Bereichsleiter Branchenforschung am ifo-Institut, im Gespräch mit dem Deutschen Anlegerfernsehen letzte Woche fest. Die Stahlbranche zeige sich nach wie vor sehr schwach.

Für Deutschland gibt es aber durchaus Hoffnungsschimmer. Der Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe ist auf dem höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Daher könnten sich Stahlpreise ausgehend von der Nachfrage aus der Bauindustrie etwas erholen.