12.04.13

Industrieproduktion sei dank! Stahlkonjunktur 2013 kribbelt

Salzgitter darf sich Hoffnung machen seine geplante Erhöhung der Stahlpreise bei den Kunden durchzusetzen. Die Industrieunternehmen des Euroraums weiteten nämlich ihre Produktion stärker aus als es Analysten prognostiziert hatten. Das ist wie ein Silberstreif am Horizont. Der Aufschwung an den Finanzmärkten kommt allmählich in der Realwirtschaft an.

Die Industrieproduktion erhöhte sich im Februar um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Produktion von Investitionsgütern nahm zu, womit sich die Anzeichen einer konjunkturellen Erholung verdichten.

Die Stahlkonjunktur in Deutschland habe sich in den letzten Monaten auf verhaltenem Niveau stabilisiert. Die Lage bleibe allerdings fragil und von Unsicherheiten gekennzeichnet, berichtete der Präsident Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, auf der Hannover Messe.

Weil die stahlintensive Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik stärker investieren, könnte ein Anstieg der Stahlpreisentwicklung unmittelbar bevorstehen. Neben der von Salzgitter ins Gespräch gebrachten Erhöhung der Stahlpreise für Grobblech, blicken Rohstoffexperten auf die Preisentwicklung für Warmbreitband. Warm gewalzter Stahl kostet in Nordeuropa derzeit 470-490 Euro pro Tonne. Ende Februar waren es 505-520 Euro.