26.05.13

Stahlpreis warm gewalzter Stahl sinkt auf 453 Euro je Tonne

Vielleicht steigen demnächst die südeuropäischen Stahlpreise, weil Deutschland Euro-Krisenländern mit Krediten unter die Arme greifen will. Aktuell kostet warm gewalzter Stahl in Südeuropa 445-460 Euro pro Tonne. In der Woche zum 17. Mai notierte die Stahlpreisentwicklung bei 445-470 Euro, wie das Online-Portal "MetalBulletin" auf seiner Webseite mitteilt.

Die Bundesregierung plant über die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite nach Portugal und Spanien zu schleusen. Das Programm soll sich nach Informationen des Magazins "Spiegel" auf kleine und mittlere Unternehmen fokussieren, bei denen die niedrigen Kapitalmarktzinsen bisher nicht ankommen. Auch Griechenland könnte miteinbezogen werden, heißt es.

Im Februar kostete Warmbreitband in Südeuropa bis zu 510 Euro. Die Anpassungsrezessionen in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland dürften mittlerweile den tiefsten Punkt hinter sich gelassen haben. In der zweiten Jahreshälfte sollte es ein wenig besser werden, so dass die Stahlpreisentwicklung abermalig über 500 Euro steigen könnte.

Ein darüber hinaus gehender Anstieg bei Warmbreitband müsste nach Einschätzung von Experten einem Abbau der Überkapazitäten vorangehen. Man wird an der Schließung von Stahlwerken nicht vorbeikommen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in der EU für 2012 Überkapazitäten in der Größenordnung von 80 Millionen Tonnen Stahl festgestellt.