03.06.13

Die Stahlpreisentwicklung 2013 zieht es im Juni nach oben

Sehr viel schneller als bisher gedacht könnte es mit der schrumpfenden Produktion im Euroraum vorbei sein. Die Stahlpreise würden sich allmählich aus dem Tal der Träne befreien. Zentrale Fundamentaldaten aus Nord- und Südeuropa deuten darauf hin, dass es diesmal mehr sein dürfte, als der Silberstreif am Horizont.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Spanien. Der spanische Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe kletterte überraschend stark von 44,7 Punkten im April auf 48,1 Zähler im Mai. Volkswirte hatten lediglich mit einer zaghaften Erhöhung auf 45,1 Punkten gerechnet.

Italiens PMI übertraf mit einem Anstieg um 1,8 Punkte auf 47,3 Punkte ebenfalls die Vorhersagen. Der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum kletterte von 47,8 auf 48,3 Zähler. Die als exzellente Frühindikatoren geltenden Einkaufsmanagerindizes könnten im Sommer über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten steigen.

Sollte ein Konjunkturaufschwung in Südeuropa Fuß fassen, wäre die Eurozone weniger stark abhängig von Deutschland. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im April 2013 um acht Prozent höher als im April 2012, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montagmorgen in Frankfurt mitteilte.

Die Stahlpreise börsennotierter Stahlkontrakte ziehen bereits an. Nach einer wochenlangen Ruhephase bei 578 Dollar pro Tonne (448 Euro) klettert amerikanisches Warmbreitband auf 588 Dollar (455 Euro). In Shanghai steigt der Betonstahlkontrakt um knapp zwei Prozent auf 3.480 Yuan (435 Euro).