24.06.13

Globale Stahlpreisentwicklung 2013 im Sommer-Abschwung

Die Stahlpreisentwicklung hat sich in einer weiteren Abwärtsspirale verfangen. Der globale Stahlpreisindex für Lang- und Flacherzeugnisse der renommierten Metallberatungsgesellschaft MEPS ist zum dritten Mal in Folge gefallen. Damit liegt eine bestätigte Abwärtsbewegung vor. Frühestens im Herbst könnte sich die Stahlkonjunktur daraus befreien.

In Europa, den USA und Asien sank der von MEPS ermittelte durchschnittliche Stahlpreis pro Tonne im Mai auf 702 US-Dollar. Im Februar kosteten Lang- und Flacherzeugnisse noch 736 US-Dollar, im März waren es 720 US-Dollar, im April 710 US-Dollar. Eine dreimonatige Talfahrt hatte es zuletzt im vergangenen Jahr gegeben, als der Stahlpreis zwischen April und Juli 2012 von 802 auf 734 US-Dollar einbrach.


In Deutschland lässt sich der Zustand der Stahlkonjunktur im internationalen Vergleich als überdurchschnittlich beschreiben. Der ifo-Geschäftsklimaindex signalisiert, dass es so bleiben dürfte. In den deutschen Chefetagen hellte sich die Stimmung erneut auf. Der ifo-Index kletterte von 105,7 Punkten im Mai auf 105,9 Zähler im Juni, wie das Münchner Forschungsinstitut am Montag mitteilte.

"Die deutsche Konjunktur hält Kurs", schreibt Kai Carstensen, Bereichsleiter für Konjunktur beim Ifo Institut. "Insbesondere die Exporterwartungen haben kräftig zugelegt." Der ifo-index ist den zweiten Monat in Folge gestiegen. Sollte es auch im Juli zu einer Zunahme kommen, läge eine bestätigte Aufwärtsbewegung vor, die gewöhnlich mit einem konjunkturellen Aufschwung einhergeht.