09.08.13

Nächster Hoffnungsschimmer für Stahlkonjunktur & Stahlpreise

Die an den Warenterminbörsen gehandelten Stahlkontrakte setzen ihren Anstiegskurs fort. In London, Chicago und Shanghai steigen derzeit die Stahlpreise. Bestätigt wird der Trend durch robuste Konjunkturdaten. Pünktlich vor der Bundestagswahl florieren in Deutschland die Industrieproduktion, der Außenhandel sowie der Auftragseingang für Walzstahl.

Der Stahlpreis für US-Warmbreitband kletterte zwischen dem 28. Mai und dem 9. August 2013 von 578 Dollar auf 648 Dollar pro Tonne (+12,1%). In London gehandeltes Rohstahl (Steel Billet) verteuerte sich seit Mitte Juli von 99 Dollar auf 130 Dollar je Tonne (+31,3%). An der Warenterminbörse in Shanghai steigt der Stahlpreis für Betonstahl mit 3.698 Yuan (452 Euro) auf ein Zwei-Wochen-Hoch.

In der deutschen Stahlindustrie stiegen die Auftragseingänge für Walzstahlerzeugnisse von 8,94 Millionen Tonnen im zweiten Quartal 2012 auf 9,21 Millionen Tonnen im zweiten Quartal 2013, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Mittwoch mit. "Das jüngste Plus bei den Bestellungen ist ein erster Hoffnungsschimmer, aber noch kein Anzeichen für eine Trendwende", kommentiert der Düsseldorfer Verband.

Die deutsche Handelsbilanz schloss im Juni mit einem Überschuss von 15,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Volkswirte hatten mit einem Saldo von Exporten und Importen in Höhe von 15,2 Milliarden Euro gerechnet. Darüber hinaus erhöhten die Statistiker den Exportüberschuss für Mai nachträglich von 14,1 auf 14,6 Milliarden Euro.

Deutlich stärker erwartet zog auch die Industrieproduktion an. Der Ausstoß klettert im Juni um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Es scheint, als habe das Produzierende Gewerbe seine Schwächephase überwunden, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium.