29.08.13

Sinkende Stahlpreise folgen auf Syrien-Konflikt


Die Stahlpreise für warm gewalzten Stahl haben ihren mehrmonatigen Anstieg vorerst beendet. Der an der Warenterminbörse in Chicago (LME) gehandelte Kontrakt für Warmbreitband sank seit Anfang August von 648 auf 645 Dollar pro Tonne. Das Wirtschaftswachstum der westlichen Industrienationen könnte bei einem Flächenbrand im Nahen Osten ins Stocken kommen.

Politische Beobachter und Nahostexperten sehen einen möglichen Militärschlag der USA gegen Syrien äußerst kritisch. Durch ein kriegerisches Engagement der Amerikaner könnte der syrische Bürgerkrieg auf das Ölförderland Irak überspringen. Käme es so, sei ein Anstieg des Ölpreises auf 150 Dollar je Fass möglich, meint die französische Großbank Société Générale.

Ein so hoher Ölpreis würde Westeuropa und wahrscheinlich und die Vereinigten Staaten definitiv einige Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten. Von einem konjunkturellen Dämpfer bliebe auch die Stahlindustrie nicht verschont.