25.08.13

Südeuropäische Stahlpreise beginnen zu steigen

Weil die Geschäfte in der Industrie im Euroraum derzeit so kräftig wie zuletzt vor zwei Jahren wachsen, ziehen die Stahlpreise an. Die südeuropäische Stahlpreisentwicklung lasse Anzeichen für eine Aufwärtsbewegung erkennen, meldet das Informationsportal "MetalBulletin". Vieles deutet nun auf ein Ende der Talfahrt hin.

Im zweiten Quartal 2013 hatten die Stahlpreise noch nachgegeben. Mittlerweile geht es nach oben, weil der industrielle Aufschwung spürbar an Dynamik gewonnen hat. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Euroraum kletterte von 50,3 Punkten im Juli auf 51,3 Zähler im August, wie das Markit-Institut mitteilte.

Der für die Stahlkonjunktur so wichtige PMI-Index, der auf einer Umfrage von mehr als 4.000 Unternehmen basiert, schaffte es damit zum zweiten Mal in Folge über die Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Deutschland bleibt das Zugpferd im Euroraum. In der größten Volkswirtschaft Europas befindet sich die Einkaufsmanagerindex mit 52,0 Punkten deutlich über dem Durchschnitt.

Bei ihrem Ausblick für die europäische Stahlindustrie im Juni hatte die Ratingagentur Moody's einen Anstieg des PMI-Index als Voraussetzung für eine Stabilisierung genannt. Damals war die Lage wegen einem deutlichen Rückgang der Rohstahlproduktion noch sehr viel düsterer.

An der Londoner Metallbörse (LME) kletterte der Stahlpreis für Steel Billet (Rohstahl) zwischen dem 15. Juli und 23. August von 99 Dollar auf 140 Dollar pro Tonne. Zieht man die auf der LME-Webseite angegebenen Euro-Umrechnungskurse heran, ergibt sich eine Zunahme von 76,12 Euro auf 104,81 Euro (+37,69%).