23.09.13

Stahlpreis für Stahlaltschrott steigt von 226,30 auf 234,50 €

Die Lagerverkaufspreise für Stahlaltschrott haben erneut zugelegt. Im bundesweiten Durchschnitt kletterten sie von 226,30 Euro im August auf 234,50 Euro je Tonne im September, wie die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) mitteilte. Deutschlands Wirtschaft florierte vor dem Wahlsieg von Angela Merkel, und dürfte es auch danach tun.


Einer aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im nächsten Jahr um 1,7 Prozent zunehmen. Es wäre das kräftigste Wachstum seit 2011. Als Gründe nennen die Forscher den inländischen Konsum sowie anziehende Exporte an. Ferner dürften Unternehmen ihre Investitionstätigkeit ausweiten.

Weil sich der Stahlpreis für Altschrott den dritten Monat in Folge erhöhte, ist die Aufwärtsbewegung als bestätigt anzusehen. Neben den guten Wachstumsperspektiven bestätigen aktuelle Fundamentaldaten den positiven Trend. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie lag im September mit 51,3 Punkten erneut über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, teilte das Londoner Markit-Institit heute mit.

Risikofaktoren für die Schrottpreise liegen in der jüngsten Wechselkursentwicklung. Der Euro kletterte in den zurückliegenden zweieinhalb Monaten von 1,2755 auf 1,3550 US-Dollar (+6,23%). Schrotthändler könnten die Stärkephase der Gemeinschaftswährung ausnutzen, um sich in Drittländern mit Schrott einzudecken.

Die Nachfrage nach Schrott im Euroraum ginge damit ein wenig zurück, was nach den volkswirtschaftlichen Gesetzen von Angebot und Nachfrage einen langsameren Anstieg der Schrottpreise nach sich zöge.