16.01.14

China ist fünftes Rad am Wagen der Stahlpreisentwicklung 2014

Für die Stahlpreisentwicklung steigt der Silberstreif am Horizont immer höher. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds rechnen für 2014 mit einem erheblichen Anstieg des Weltwirtschaftswachstums. Ein Problem gibt es jedoch noch: China, der weltgrößte Stahlproduzent, sendet gemischte Signale.

Gespeist werde die Konjunktur vor allem durch die hochentwickelten Volkswirtschaften in Europa und Nordamerika, sagen die beiden finanziellen Nothelfer aus Washington. In diesem Lichte dürften die seit Monaten steigenden Stahlpreise an den Warenterminbörsen in London und Chicago den Anstiegskurs fortsetzen.

Betonstahlpreis Shanghei (Yuan pro Tonne)

Einen komplett anderen Verlauf nahm die Preisentwicklung für den in Shanghai gehandelten Betonstahlkontrakt (Rebar), die um zehn Prozent einbrach. Der Stahlpreis für Rebar sank zwischen August 2013 und Januar 2014 von 3.898 Yuan (480 Euro) auf 3.493 Yuan (425 Euro).

Peking hat sein Wachstumsziel für 2013 von 7,5 Prozent wohl nur mit Ach und Krach erreicht, meinen Ökonomen. Für 2014 könnte die chinesische Regierung die Latte ein wenig tiefer hängen. Hintergrund ist das gedämpfte Kreditwachstum im Reich der Mitte.

Eine von dem Rohstoffinformationsdienst Platts durchgeführte Umfrage zeigt, dass chinesische Marktakteure skeptisch sind. Stahlproduzenten und Händler von Langerzeugnissen sagten im Dezember 2013, dass sie für den Beginn des Jahres mit niedrigeren Stahlpreisen rechneten.