27.01.14

Eurofer-Verband sieht Europas Stahlkonjunktur im Aufwind

Der EU-Stahlmarkt wird 2014 und 2015 nach Einschätzung des europäischen Stahlverbandes Eurofer expandieren. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum sei weitgehend unter Kontrolle. Hinzu kämen positive Wirtschaftsausblicke für die USA und Japan.

Weil es in Europa, den USA und Japan zeitgleich zu wirtschaftlichen Wachstum komme, frohlockt Eurofer-Generaldirektor Gordon Moffat mit einem synchronisierten Aufschwung. So etwas habe es zuletzt im Jahr 2009 gegeben, teilte der Verband am Freitag in Brüssel mit.


Die Stahlpreise haben somit allen Grund weiter zu steigen. Die durchschnittlichen Transaktionspreise für Lang- und Flacherzeugnisse in Europa, den USA und Asien kletterten von 679 Dollar im Juli 2013 auf 716 Dollar pro Tonne im Dezember 2013, wie die Metallberatungsgesellschaft MEPS mitteilte.

Eine längerfristige Betrachtung zeigt jedoch, dass die Erholung längst nicht abgeschlossen sein dürfte. Im Januar 2013 notierte der MEPS-Index bei 730 Dollar. Im Februar 2012 kosteten Lang- und Flacherzeugnisse im Mittel 812 Dollar.

Man rechne 2014 für die EU mit einer Zunahme des gesamtwirtschaftlichen Verbrauches von drei Prozent, sagt Moffat voraus. Hintergrund seien die niedrigen Lagerbestände der Stahlkunden. Diese führten dazu, dass bereits ein verhaltener Aufschwung der Aktivität von Stahlverbrauchern eine Verbesserung der Nachfrage auslöse.