18.02.14

Kloeckner Prognose 2014: Stahlpreise vor weiterem Anstieg

Der Stahlhändler Klöckner & Co. stellt einen Anstieg der Stahlpreise in Aussicht. Vorstandschef Gisbert Rühl äußerte sich zudem positiv über die Stahlkonjunktur in Europa und den USA. An der Börse ist die Klöckner-Aktie derweil durch die Decke geschossen. Das Kurspotential scheint längst nicht ausgereizt.

"Wir sehen in Europa ein Wachstum der Nachfrage um ein bis zwei Prozent und in den USA um drei bis vier Prozent. In diesem Rahmen wollen wir auch zulegen", sagte Rühl der Nachrichtenagentur Reuters. Klöckner sei gut in das Jahr gestartet, fügte der Manager an.

Der Klöckner-Aktienkurs kletterte in den letzten zehn Handelstagen von 10,63 Euro auf 11,80 Euro (+11,01 Prozent). Seitdem die Papiere am 12. Dezember 2013 auf 9,44 Euro gefallen waren, erhöhte sich der Börsenwert des Duisburger Stahlhändlers um 25 Prozent.

(Weiterlesen: Stahlaktien haben lauter Asse im Ärmel)

Für Industriekenner ist es ein gutes Zeichen, wenn Stahlhändler höhere Stahlpreise in Aussicht stellen, weil sie den Markt in der Regel besser kennen als Stahlproduzenten. Bei den börsengehandelten Stahlkontrakten muss sich die Prognose von Klöckner & Co. jedoch erst noch als richtig herausstellen.

An der Londoner Metallbörse (LME) bleibt es vorerst bei einem Stillstand der Stahlpreisentwicklung. Rohstahl (Steel Billet) kostet weiterhin 355 Dollar pro Tonne. Der in Chicago gehandelte Kontrakt für warm gewalzten Stahl notiert ebenfalls unverändert im Vergleich zur Vorwoche bei 655 Dollar.