12.02.14

Stahlaktien haben lauter Asse im Ärmel

Die Bewertung deutscher Stahlaktien hat sich zuletzt deutlich erhöht. Anteilsscheine von ThyssenKrupp, Salzgitter und Kloeckner Co. zeigten dem Dax die Hacken. Weil die Wirtschaft nun so richtig Fahrt aufnimmt, könnte der Anstieg der Aktienkurse noch sehr viel weiter laufen.

Für die Papiere von ThyssenKrupp ging es in den vergangenen zwei Monaten von 16,61 Euro auf 19,59 Euro (+17,94 Prozent) nach oben. Die Anteilsscheine von Salzgitter stiegen um 12,38 Prozent auf zuletzt 31,69 Euro. Der Stahlhändler Klöckner & Co. konnte seinen Aktienkurs von 9,54 Euro auf 10,95 Euro (+14,78 Prozent) steigern.

Mit der im internationalen Vergleich sehr hohen Kapazitätsauslastung hat die deutsche Stahlindustrie ein Ass im Ärmel. Ein weiterer Trumpf ist das über dem Durchschnitt des Euroraums liegende Wirtschaftswachstum. Bundeswirtschaftsminister Gabriel gab in seinem heute veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht die mit Spannung erwarteten Prognosen der Regierung bekannt.

Demnach wird sich die deutsche Wirtschaftsleitung in diesem Jahr um 1,8 Prozent erhöhen. Für 2015 rechnet man mit einem Wachstum von zwei Prozent. Die von stahlintensiven Gütern dominierten deutschen Ausfuhren sollen um 4,1 Prozent in diesem und 4,8 Prozent im nächsten Jahr zulegen.

Im Vergleich zu den Stahlaktien tat sich der Dax zuletzt erheblich schwerer. Das Börsenbarometer schaffte in den letzten zwei Monaten "nur" ein Plus von 9.017 Zähler auf 9.541 Punkte (+5,81 Prozent). Der von der ING prognostizierte Anstieg der Stahlaktien hat sich mit einiger Verzögerung nun als richtig herausgestellt.