31.03.14

Stahlpreise schnuppern wegen Konjunkturspritze Höhenluft

Die Stahlpreisentwicklung hat zuletzt Boden gutgemacht. Neben den europäischen- und amerikanischen Kontrakten für Rohstahl und Warmbreitband sind auch die Stahlpreise in China wieder am steigen. Peking hat ein Konjunkturpaket ins Schaufenster gestellt.

An der Warenterminbörse in Chicago (CME) kletterte der Stahlpreis für warm gewalzten Stahl auf 639 Dollar pro Tonne nach 628 Dollar in der Vorwoche. Damit schaffte es der Kontrakt auf den letzten Drücker einen Quartalsgewinn zu markieren. Zu Jahresbeginn kostete die Tonne 633 Dollar.

Der Stahlpreis für in London gehandelten Rohstahl (Steel Billet) stieg in den vergangenen drei Wochen von 365 Dollar auf 380 Dollar (+4,11 Prozent). Unterdessen haben in Shanghai die Betonstahlpreise seit dem Erreichen eines Tiefs in der ersten Märzhälfte um fünf Prozent angezogen.

Stahlpreis Prognose

Peking wird ein Massensterben von chinesischen Stahlunternehmen offenbar nicht zulassen. Man habe die notwendigen Werkzeuge, um die Konjunktur zu stützen, sagte Premierminister Li Keqiang letzten Freitag.

"Wenn wir in den nächsten Monaten eine Erholung in der Stahlnachfrage aus dem Baugewerbe sehen und die Regierung unternimmt Schritte zur Unterstützung der Wirtschaft, könnten die Stahlpreise ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen", zitiert das Magazin "Business Recorder" einen Eisenerzhändler in Shanghai.