27.06.14

Sinkende Stahlpreise hochproblematisch für Klöckner & Co.

Noch notiert die Aktie von Klöckner & Co. bei 11,15 Euro. Wegen sinkenden Stahlpreisen müssen sich die Aktionäre des Duisburger Stahlhändlers mit einer Talfahrt rechnen, obgleich die Anteilsscheine in den letzten Wochen bereits um 13 Prozent eingebrochen sind.

Weil Klöckner in den USA auf Expansionskurs ist, nehmen Börsianer den Rückgang der Stahlpreise für das Referenzprodukt Warmbreitband (Hot-Rolled Coil, HRC) mit Argwohn zur Kenntnis.

An der Warenterminbörse in Chicago (CME) notierte der HRC-Stahlpreis aktuell bei 653 US-Dollar pro Tonne. Das ist der tiefste Stand seit mehr als zwei Monaten. Zum Vergleich: Als der Stahlpreis am 13. Mai 2014 mit 685 Dollar auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren geklettert war, hatte auch die Klöckner-Aktie mit 12,76 Euro auf einen Zweijahreshoch notiert.

(Weiterlesen: Kloeckner Prognose 2014: Stahlpreise vor weiterem Anstieg)

Unterdessen haben die Analysten des Bankhaus Lampe eine Verkaufsempfehlung für die Klöckner-Aktie ausgesprochen. Das Kursziel sehe man aufgrund von sinkenden Stahlpreise bei 10 Euro.

Darüber hinaus laste auf dem Aktienkurs, dass der Großaktionär Knauf seinen Anteil auf unter fünf Prozent eingedampft habe sowie ein um sieben Millionen Euro nach unten korrigierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen für das Gesamtjahr.