22.07.14

Schrottpreisentwicklung bleibt Sturzflug treu

Seit Jahresbeginn gibt es nur eine Richtung für die Altschrottpreise, die nach unten. Die Verluste haben sich in den letzten Monaten auf neun Prozent summiert. Nun dürfte die Schrottpreisentwicklung jedoch in den Prozess einer Bodenbildung eintreten.


Der durchschnittliche Lagerverkaufspreis für Stahlaltschrott in Deutschland sank im Juli auf 220,10 Euro pro Tonne, wie die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) heute mitteilte. Im Juni hatte Stahlaltschrott mit 220,30 Euro fast gleich viel gekostet.

Bisher gibt es keine Übertragungseffekte von den Stahlpreisen für Rohstahl auf die Schrottpreise. Weil der Kontrakt für Steel Billet an der Londoner Metallbörse (LME) zuletzt kräftig anzog, müsste es demnächst eigentlich auch mit den Altschrottpreisen nach oben gehen.

Die Lagerverkaufspreise sind im Gegensatz zu den LME-Stahlpreisen jedoch nach wie vor recht weit von ihren Jahreshochs entfernt. Im Januar 2014 hatten die Altschrottpreise gemäß den Aufzeichnungen des BDSV noch bei 241 Euro pro Tonne gelegen.

Weil bisher keine Zeit bliebt den jüngsten Anstieg der LME-Stahlpreise in die Schrottpreise für Altschrott zu übertragen, stehen die Chancen in den kommenden Wochen gut für eine Trendwende. Die Lagerverkaufspreise könnten demnach im August auf das Niveau des Vorjahres bei 226,30 Euro pro Tonne zurückkehren.