10.07.14

Stahlpreisentwicklung profitiert nun doch vom Wachstum


Ermutigende Vorgaben für die Stahlkonjunktur kommen aus dem Warmbreitband-Segment. Die Stahlpreisentwicklung für das Referenzprodukt Hot-Rolled Coil (HRC) legt in weniger als zwei Wochen um knapp 17 US-Dollar pro Tonne zu.

Die USA hängen Europa beim Wirtschaftswachstum ab. Ökonomen erwarten für das laufende Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der weltgrößten Volkswirtschaft von 2,5 Prozent. Das Wachstum in Euroland dürfte sich hingegen auf 1,0 bis 1,5 Prozent beschränken.

Der an der Warenterminbörse in Chicago (CME) gehandelte Kontrakt für Warmbreitband notiert aktuell bei 670 Dollar pro Tonne, nachdem er Ende Juni auf ein Zweimonatstief bei 653 Dollar abstürzte.

In Europa treten die Stahlpreise pro Tonne nach auf der Stelle. An der Londoner Metallbörse (LME) kotiertes Rohstahl (Steel Billet) kostet nach wie vor 385 Dollar (283 Euro). Bereits seit März 2014 befindet sich die LME Stahlpreisentwicklung in einer engen Handelsspanne zwischen 380 und 390 Dollar. Das Warten auf einen Ausbruch und den Sprung über die 400-Dollar-Marke geht erst einmal weiter.

Chinas Stahlpreise sind derzeit in einer Erholungsphase. So war die Stahlpreisentwicklung für Betonstahl Mitte Juni auf ein Rekordtief bei 3.015 Yuan (359 Euro) eingebrochen. Zuletzt kletterte der Betonstahlpreis auf 3.085 Yuan (366 Euro), nachdem der Internationale Währungsfonds das von Peking angepeilte Wachstum von 7,5 Prozent bestätigt hatte.