27.04.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im April 2015 - Deutschland IV

Deutsche Stahleinkäufer rechnen für das dritte Quartal 2015 nicht mit einem Anstieg der Stahlpreise, teilt die Metallberatungsgesellschaft MEPS mit. Hintergrund ist eine Nachfrage auf dem Niveau von 2014. Hinzu komme eine vergleichsweise niedrige Kostenbasis für Stahlproduzenten beim Betrieb von Hochöfen.

Der deutsche Markt sei ruhig, heißt es ferner in dem MEPS-Bericht. Die Stahlproduzenten hätten weitgehend erfolglos versucht Preiserhöhungen durchzusetzen. In einzelnen Fällen bezahlten die Einkäufer zwar ein wenig mehr, jedoch blieb das Preisniveau insgesamt unverändert.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hebt seine Wachstumsprognose deutlich an. Für das laufende Jahre rechnet IW-Direktor Michael Hüther mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,25 Prozent. Das sind 0,75 Prozent mehr im Vergleich zu einer vorherigen Prognose aus dem Herbst 2014.

Rund 43 Prozent der Unternehmen gingen für 2015 von einem Anstieg der Produktion aus. Nur 13 Prozent erwarten einen Rückgang. Damit hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gemäß der 3.000 Unternehmen umfassenden IW-Umfrage spürbar aufgehellt.

Der Importpreis für Eisenerz lag im März 2015 um 30,4 Prozent niedriger als im März 2014, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. Die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen gaben um 1,3 Prozent nach. Steinkohle wurde im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent teurer.