20.05.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Mai 2015 - Update 3

Die durchschnittlichen Transaktionspreise für nordeuropäisches Warmband lagen zuletzt bei 395-405 Euro pro Tonne, meldet The Steel Index. In Südeuropa haben die Stahlproduzenten versucht Stahlpreise von 395-400 Euro durchzusetzen. Sie bekamen jedoch im Schnitt 10 Euro weniger von den Käufern.

An der Londoner Metallbörse (LME) tritt der Stahlkontrakt für Halbzeug (Steel Billet) bei 290 Dollar pro Tonne auf der Stelle. Wegen einer gefallenen EUR/USD-Wechselkursentwicklung steigt der Preis für Käufer aus dem Euroraum von 254 Euro auf 259 Euro.

In den Vereinigten Staaten kletterte die Rohstahlproduktion per 16. Mai 2015 um 2,4 Prozent gegenüber der Vorwoche, wie das American Iron and Steel Institute (AISI) mitteilt. Insgesamt wurden 1,705 Millionen Tonne Rohstahl produziert. Die Auslastung der Stahlwerke lag mit 72,1 Prozent um knapp 18 Prozentpunkte niedriger als in Deutschland.

Sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen sind im April 2015 in den USA deutlich stärker gestiegen als von Volkswirten erwartet. Jeweils 1,14 Millionen Genehmigungen und Bauanfänge habe es gegeben, teilte das US-Statisikbüro am Dienstag mit. Der Immobilienmarkt könnte sich damit in den kommenden Monaten als Stütze für die US-Stahlkonjunktur erweisen.

In China kennen die Stahlpreise und Eisenerzpreise derzeit nur eine Richtung: Nach unten. Der Baustahlkontrakt für den Liefermonat Oktober 2015 sinkt den fünften Handelstag in Folge auf 2.346 Yuan (340 Euro). Eisenerz bricht um 3,3 Prozent auf 59 Dollar pro Tonne ein. So günstig war der zentrale Rohstoff für die Stahlproduktion zuletzt am 4. Mai 2015.