29.09.15

Kohlepreis sinkt auf 12-Jahrestief bei $49,15 je Tonne

Ein großer Ausverkauf am Rohstoffmarkt findet statt. Die zentralen Einsatzstoffe für die Stahlerzeugung, Kohle und Eisenerz, werden immer günstiger. An der Börse gerät der Rohstoffhändler Glencore unter massiven Verkaufsdruck. Auch deutsche Stahlaktien kommen unter die Räder. Das einzige, was derzeit steigt, ist der Stahlpreis an der Londoner Metallbörse (LME).

Der Kohlepreis sinkt auf ein 12-Jahrestief 49,15 Dollar (43,88 Euro) pro Tonne. Beim Eisenerzpreis sieht es etwas besser aus. Er liegt aktuell mit 56,20 Dollar (50,18 Euro) etwa 12 Dollar über seinem im Juli 2015 erreichten Rekordtief. Allerdings geht es auch bei Eisenerz nach unten. Die Preisentwicklung scheiterte Anfang September 2015 daran die Marke von 60 Dollar zu überspingen.

Um bis zu 30% auf 0,95 Euro stürzt die Glencore-Aktie ab. Inzwischen haben die Papiere das Penny-Stock-Niveau wieder verlassen und notieren bei 1,06 Euro. Der Aluminiumriese Alcoa leidet unter einem 6-Jahrestief der Aluminiumpreise und sieht sich gezwungen den Konzern in zwei Unternehmen aufzuspalten. Die ThyssenKrupp-Aktie fällt auf ein 2-Jahrestief bei 15,22 Euro. Die Anteilsscheine von Salzgitter sind mit 21,90 Euro wieder so günstig wie zu Jahresbeginn.

An der Londoner Metallbörse (LME) klettert der Stahlpreis auf 130 Dollar (116 Euro) pro Tonne. Der Anstieg geht auf Sonderfaktoren zurück. Der mit physischem Stahl unterlegte Kontrakt für Halbzeug aus Stahl (Steel Billet) trat zuvor wegen geringer Handelsumsätzen und Problemen mit der Lagerhaltung monatelang bei 100 Dollar (89 Euro) auf der Stelle.