25.09.15

Nord-Süd-Gefälle: 60 €/Tonne bei Stahlpreisen für Warmband

Die Stahlpreise für warm gewalzten Stahl klaffen immer weiter auseinander. In Nordeuropa hergestelltes Warmband ist inzwischen 60 Euro pro Tonne teurer als in Südeuropa. In der ersten Septemberhälfte 2015 hatte der Unterschied lediglich bei 45 Euro gelegen mit Warmbandpreisen in Südeuropa von 330 Euro pro Tonne und in Nordeuropa von 375 Euro. Vor einem Jahr waren es 12 Euro - 418 Euro (Nordeuropa) und 406 Euro (Südeuropa).

Die Rohstahlproduktion in der Europäischen Union (EU) trat im August 2015 auf der Stelle. Insgesamt produzierten die Stahlkonzerne 12,15 Millionen Tonnen - nach 12,14 Millionen Tonnen im August 2014, meldet der Weltstahlverband Worldsteel. Ohne den kräftigen Anstieg in Deutschland, wo sich die Produktion gegen den Trend um 11% erhöhte, hätte es ein Minus in der EU gegeben. Die Weltrohstahlproduktion verringerte sich im August um 3,1% auf 132,22 Millionen Tonnen.


Chinas Wirtschaftsabkühlung hinterlässt einen immer größeren Fußabdruck. Im Reich der Mitte sinkt die Rohstahlproduktion überdurchschnittlich um 3,5% auf 66,94 Millionen Tonnen. Allerdings geht der Rückgang der europäischen Stahlindustrie nicht weit genug. In Anbetracht massiver Überkapazitäten in China und des billigen Importstahls auf dem europäischen Stahlmarkt, wünscht man sich zweistellige Schrumpfungsraten im Reich der Mitte.