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16.11.15

Aktueller Stahlpreis je Tonne steigt auf 159 Euro und 170 Dollar


Die Stahlpreisentwicklung versucht sich aus der Abwärtsspirale zu befreien. An der Londoner Metallbörse (LME) klettert der Stahlpreis in den zurückliegenden zwei Monaten von 100 Dollar auf 170 Dollar (+70%). Rechnet man den dort gehandelten Rohstahl zum Euro-Dollar-Kurs um, ergibt sich ein Anstieg von 88,50 Euro auf 159 Euro.

Zwar senkt der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft. Allerdings fallen die von IWF-Chefin Christine Lagarde vorgenommenen Anpassungen minimal aus. Für 2015 rechnet man mit einem Wachstum von 3,1% (zuvor: 3,3%) und für 2016 mit 3,6% (zuvor: 3,8%). Der IWF neigt dazu vorsichtige Prognosen abzugeben. Es wäre daher keine Überraschung, wenn die Weltwirtschaft im kommenden Jahr um mehr als 4% expandieren könnte.

Die chinesische Wirtschaft werde mit einem "mittelstarken" Wachstum ihren eigenen Beitrag für das globale Wachstum leisten, sagte Vizefinanzminister Zhu Guangyao am Samstag beim G20-Treffen im türkischen Belek. Er sei zuversichtlich, dass sein Land in den bevorstehenden fünf Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 6,5% erzielen könne. Auch die geplanten 7% für das laufende Jahr seien machbar.

China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und steuert knapp ein Drittel zum globalen Wachstum bei. Die Schwäche sieht der stellvertretende Finanzminister woanders: "Dieses Jahr ist das schwierigste seit der Finanzkrise 2009. Fallende Rohstoffpreise zeigen, dass auf der Angebots- und der Nachfrageseite etwas nicht stimmt", so Guangyao.

Der Eisenerzpreis steuert derweil auf die Rekordtiefs vom Sommer zu. Bei 48,58 Dollar pro Tonne liegt der Preis aktuell, meldet "Metal Bulletin". Im Juli 2015 sank der Eisenerzpreis knapp unter 45 Dollar.

Dass die Preisentwicklung von Eisenerz und die von Stahl an der LME auseinander laufen, ist nicht neu. Der LME-Stahlpreis gilt als schlechter Indikator, um Rückschlüsse über die Lage auf dem Stahlmarkt zu bekommen. Der Handel ist nicht besonders ausgeprägt, weil die großen Stahlproduzenten in Europa an den Kontrakten kaum Interesse haben.

Weiterlesen: Ermutigende Stahlpreis Prognose für 2016