25.11.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im November - Deutschland IV

Die Stimmung in Deutschlands stahlintensiven Industriefirmen hellt sich im November spürbar auf. Nach drei monatlichen Rückgängen in Folge kann der von dem Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex für das Verarbeitende Gewerbe wieder steigen. Neben einer besseren Beurteilung der Geschäftslage steigt der Optimismus für die nächsten Monate auf den höchsten Stand seit März. Die Produktion soll ausgeweitet werden, hat Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bei der Befragung der Unternehmen herausgefunden.

Dass die Industriekonjunktur Fahrt aufnimmt, zeigt auch der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI). Der PMI-Index für das Produzierende Gewerbe klettert um 0,4 Zähler auf 52,6 Punkte, wie das Forschungsinstitut mitteilt. So richtig rund läuft es aber offenbar noch nicht. "Zwar legte der Industrie-PMI gegenüber Oktober leicht zu, doch kennzeichnen die Indizes für Produktion und Auftragseingang leicht nachlassende Steigerungsraten", kommentiert Markit-Volkswirt Oliver Kolodseike.


Die Wechselkurssituation dürfte bei der Aufhellung der Stimmung der exportlastigen Industriefirmen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Der Eurokurs notiert aktuell mit 1,0565 US-Dollar auf dem tiefsten Stand seit sieben Monaten. Auch gegenüber anderen Währungen wie dem Britischen Pfund hat sich die Gemeinschaftswährung massiv abgeschwächt. Die deutsche Stahlindustrie profitiert neben einer größeren Stahlnachfrage des Produzierenden Gewerbes auch von der Tatsache, dass Importstahl teurer wird und damit schlechtere Absatzchancen hat.