16.12.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Dezember - Deutschland III

Die Stimmung im produzierenden Gewerbe hat sich erneut verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die deutsche Industrie klettert im Dezember um 0,3 Zähler auf 53,0 Punkte, wie das Forschungsinstitut Markit mitteilt. Der als wichtige Frühindikator geltende PMI-Index liegt seit mittlerweile zweieinhalb Jahren ununterbrochen über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

In der Industrie wurden die Fertigwarenlager so zügig abgebaut wie zuletzt vor neun Monaten, zeigt die erhobene Umfrage, an der mehr als 500 Unternehmen teilnahmen.

"Die Entwicklung am Arbeitsmarkt verlief unserer Dezember-Vorabschätzung zufolge besonders erfreulich. So sorgte eines der höchsten Zuwachsraten beim Auftragseingang seit 2011 für den kräftigsten Beschäftigungsaufbau seit vier Jahren, was für ausgesprochen optimistische Geschäftserwartungen spricht."
Markit-Volkswirt Oliver Kolodseike

Neben den Unternehmern blicken auch die Finanzmarktexperten sehr zuversichtlich auf die deutsche Wirtschaft. Der vom ZEW-Institut erhobene Konjunkturindex klettert auf den höchsten Stand seit August. Der Index für die Konjunkturerwartungen in den nächsten sechs Monaten steigt stärker als erwartet um 5,7 Punkte auf 16,1 Zähler.

Die Existenz der europäischen Stahlindustrie stehe auf dem Spiel, sollte die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Verschärfung des Emissionsrechtehandels nicht zurückziehen, warnt der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff. Nach dem Klimaabkommen von Paris müssten einseitige Belastungen für die Stahlindustrie in Europa vermieden werden, um Verlagerung von Produktion und Emission zu verhindern, fordert der Stahlverband.