07.12.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Dezember - Deutschland

Die deutsche Industrie erhält im Schlussquartal mehr Aufträge als erwartet, was ein gutes Vorzeichen für die Entwicklung der Stahlkonjunktur in den nächsten Monaten sein dürfte. Der Auftragseingang legte im Oktober 2015 um 1,8% gegenüber dem Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das war ein halbes Prozent mehr als von Experten erwartet.

"Nach einer Durststrecke der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im dritten Quartal deutet sich mit den aktuellen Ergebnissen eine noch zaghafte Belebung an. Insbesondere die Nachfrage aus dem Euroraum zieht merklich an und spricht für eine fortgesetzte Erholung in unseren europäischen Partnerländern", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.

Damit weist das Ministerium auf den Umstand hin, dass die deutsche Industrie von der wirtschaftlichen Erholung des Euroraums profitiert. Denn die Bestellungen aus der Nicht-Eurozone gingen zum vierten Mal in Folge zurück.

Aus wichtigen Ländern wie China und Russland seien vorerst keine starken Impulse zu erwarten, sagt die volkswirtschaftliche Abteilung der Landesbank Hessen-Thüringen. Zu einer Verlangsamung der Dynamik könnte es auch in den Vereinigten Staaten kommen. Nur der schwache Euro stütze hier die US-Geschäfte.


Dass der Auftragseingang der deutschen Industrie dennoch kräftig zulegt, geht auf die konjunkturelle Erholung in der Eurozone zurück. In Italien und Spanien ist die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ziemlich gut, wie ein Blick auf die Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigt. Auch in Frankreich liegt der PMI-Index inzwischen über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.