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21.01.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im Januar 2016 - ROUNDUP 4

Die europäischen Stahlpreise dürften nach Einschätzung der Metallberatungsgesellschaft MEPS ihren tiefsten Punkt erreicht haben. Stahlproduzenten hätten für das 1. Quartal 2016 Preiserhöhungen angekündigt, schreibt die Beratungsfirma in ihrem aktuellen Monatsbericht über den Stahlmarkt. Es sei allerdings unklar, ob höhere Preise von den Käufern auch akzeptiert würden.

In Deutschland haben die Stahlpreise für Flacherzeugnisse vermutlich einen Boden gefunden. Hintergrund sei die Erhöhung von Lagerbeständen der Stahlverbraucher, schreibt MEPS. In Italien und Frankreich hätten die Stahlproduzenten Preiserhöhungen für Januar ins Gespräch gebracht. Es bestehe allerdings die Gefahr, dass große Mengen an Importstahl und die schwache Stahlnachfrage dieses Vorhaben zunichte machten.

Der Stahlpreis für US-Warmband kletterte in der zum 8. Januar 2016 endenden Woche um 4 Dollar auf 383 Dollar pro Tonne, meldet "The Steel Index". Derweil schießen Spekulationen über weitere Preiserhöhungen ins Kraut. Die Stahlproduzenten in den Vereinigten Staaten hoffen darauf, höhere Einkaufspreise für Stahlschrott an ihre Kunden weitergeben zu können.

Die EU-Kommission nimmt staatliche Hilfen für das Ilva-Stahlwerk in Süditalien unter die Lupe. Es geht um 2 Milliarden Euro, die das Werk möglicherweise zu unrecht bekommen hat und zurückzahlen muss. Die Brüsseler Wettbewerbshüter durchkreuzen damit die Verkaufspläne der italienischen Regierung. Potentielle Käufer des verstaatlichten Stahlwerkes dürften sich zurückzahlten, solange die Höhe der Mitgift unklar ist.