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30.01.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im Januar 2016 - Deutschland IV

Die 15.000 Beschäftigen in der saarländischen Stahlindustrie erhalten ab April 2016 mehr Geld. Trotz schwierigen Rahmenbedingungen steigen die Löhne um 2,3%. "Die IG Metall habe diese schwierige, vor allem durch Dumpingimporte verursachte, Lage durchaus im Blick. Dennoch haben die Beschäftigten angesichts der harten und belastenden Arbeit einen berechtigten Anspruch auf eine angemessene Entgelterhöhung", erläutert die Gewerkschaft.

Fallende Stahlpreise bedrohen die Erholung des Industriekonzerns Thyssenkrupp. Eine Gewinnwarnung lässt den Aktienkurs auf 14,13 Euro in den Keller rauschen. Das ist der tiefste Stand sei knapp drei Jahren. Überkapazitäten, gestiegene Importe von chinesischem Billigstahl und die politischen Rahmenbedingungen hätten die Stahlbranche "dramatisch verändert", sagt Konzernchef Heinrich Hiesinger dem "Handelsblatt". Hiesinger macht hinter die ohnehin schon vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr ein dickes Fragezeichen.


Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter schafft zwar den ersten Gewinn seit fünf Jahren. Zwölf Millionen Euro vor Steuern hat Salzgitter im letzten Jahr verdient - nach einem Verlust von 15,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die finanzielle Basis sei weiterhin sehr solide, unterstreicht der Konzern. Dem Aktienkurs hilft das allerdings nicht. Die Salzgitter-Aktie bricht auf 19,68 Euro ein.

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