02.03.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2016 - Deutschland

Der Maschinenbau muss kleinere Brötchen backen. Im Januar 2016 lagen die Auftragseingänge um 12% niedriger als im Januar 2015, meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Inländische Bestellungen sanken um 8%, aus dem Ausland kamen 14% weniger Aufträge. "Auch wenn dieses Minus überzeichnet ist durch ein ungewöhnlich hohes Bestellvolumen im Vorjahresmonat - das ist sicherlich ein unbefriedigender Jahresauftakt", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Positive Nachrichten für die Stahlindustrie kommen von den Fahrzeugbauern. Die Neuzulassungen stiegen im Februar um 12,1% gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilt. Insgesamt wurden 250.302 Fahrzeuge neu zugelassen. Im Januar lagen die Neuzulassungen lediglich um 3,3% über dem Vorjahresmonat.


Tiefe Stahlpreise haben Kloeckner & Co. einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand in Minus von 347 Millionen Euro. "Die vor allem durch die Überproduktion in China auf die Weltstahlmärkte drängenden Mengen an Billigstahl haben auch bei uns deutliche Spuren in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung hinterlassen", sagt Vorstandschef Gisbert Rühl. Im laufenden Jahr will der Duisburger Stahlhandelskonzern in die schwarzen Zahlen zurückkehren.

Deutsche Stahlaktien sind derzeit bei Anlegern beliebt. Die Kloeckner-Aktie kletterte in den letzen anderthalb Monaten von 7,08 Euro auf 8,67 Euro (+22,46%). Anteilsscheine von Salzgitter kosten 21 Euro nach 17,10 Euro vor einem Monat. ThyssenKrupp erhöhten sich von 12,90 Euro auf 16,07 Euro (+24,57%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Aktienkurse der Stahlkocher trotz der Aufholjagd um 15-30% im Minus. Bei den Papieren des Stahlhändlers Kloeckner & Co. steht ein Minus von knapp 10% zu buche.