16.06.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 16. Juni 2016

Die Stahlproduzenten können sich auf die Autoindustrie verlassen. Auch im Mai 2016 ist der Automarkt kräftig gewachsen. Mit knapp 1,3 Millionen Fahrzeugen wurden fast genauso viele zugelassen wie im Mai 2008 vor der Finanzkrise, teilt der Verband der europäischen Autohersteller (ACEA) mit. Der Verband erhöht seine Absatzprognose für 2016 von 2% auf 5%. Damit läge dann der Absatz bei 14 Millionen Fahrzeugen.

An der Londoner Metallbörse (LME) steigt der Stahlpreis für Rohstahl (Steel Billet) auf 300 US-Dollar (288 Euro) je Tonne. Das ist der höchste Stand seit eineinhalb Jahren. Inzwischen summieren sich die Gewinne auf 500%. Noch am 3. Juni 2016 hatte der Knüppelkontrakt für das Halbzeug aus Stahl lediglich bei 50 Dollar (45 Euro) gelegen.

Die deutsche Wirtschaft werde 2016 ein Wachstum von 1,9% und 2017 von 2,1% erreichen, prognostiziert das Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). "Neben dem privaten Konsum entwickeln sich die Investitionen mehr und mehr zur Triebkraft des Aufschwungs", begründet das IfW. Das Münchner Ifo-Institut erhöht sein Wachstumsprognosen von 1,6% auf 1,8% (2016) und 1,5% auf 1,6% (2017).

Die Industrieproduktion im Euroraum lag im April 2016 um 1,1% höher als im März 2016, meldet das Statistikamt Eurostat. Die Zunahme fällt stärker aus als von Volkswirten erwartet, die mit einem Plus von 0,7% gerechnet hatten. Überdurchschnittlich erhöhte sich die Produktion von stahlintensiven Investitionsgütern (+1,9%).