27.07.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 27. Juli 2016

Das Bild an der Londoner Metallbörse (LME) ist von stabilen Stahlpreisen geprägt: Betonstahl der Güte B500C kostet 381 US-Dollar je Tonne. Bei einem EUR/USD-Kurs von 1,10 ergibt sich ein Betonstahlpreis von 346 Euro. Stahlschrott liegt weiter bei 217 Dollar (197 Euro). Der mit physischem Stahl unterlegte Knüppelkontrakt pendelt sich nach seinem rasanten Anstieg um 250 Dollar bei 300 Dollar (273 Euro) ein.


In den USA hat sich die Industriekonjunktur abgekühlt. Infolge sinkt der US-Warmbandkontrakt von 620 Dollar (564 Euro) auf 593 Dollar (539 Euro). Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ist im Juni so stark gefallen wie seit zwei Jahren nicht mehr, teilt das Handelsministerium in Washington mit. Im stahlintensiven US-Baugewerbe läuft es hingegen deutlich besser.

"Die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen fielen im Vorjahresvergleich um 6,8%, stiegen jedoch gegenüber dem Vormonat um 2,2%", meldet das Statistische Bundesamt. Die breiter gefassten Importpreise lagen im Juni 2016 um 4,6% niedriger als im Juni 2015. Entgegen den Trend konnte der Importpreis für Eisenerz um 1,4% zulegen. Steinkohle sank um 17%.

In Deutschland läuft es wirtschaftlich recht gut. Anders sieht es in Frankreich und Italien aus. Italiens Wachstumsprognose für 2017 wird von der Unicredit von 1,2% auf 0,6% halbiert. Für das laufende Jahr rechnet die Bank lediglich mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,9% (zuvor: 1,2%). In Frankreich steigt die Zahl der Arbeitslosen auch im Sommer, während sich die Stimmung der Verbraucher eintrübt.