07.06.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 7. Juni 2018

Aktueller Stahlpreis Warmband
Der Stahlpreis für in Nordeuropa hergestellten und ausgelieferten warmgewalzten Stahl tritt weiter bei 560-580 Euro je Tonne auf der Stelle. Ohne die von der EU angekündigten und bereits seit März laufenden Safeguard-Maßnahmen hätte sich die Stahlpreisentwicklung wohl nach unten bewegt. Stahleinkäufer bezögen hauptsächlich europäischen Stahl, um Risiken in Verbindung mit der anstehenden Entscheidung über protektionistische Maßnahmen der EU-Kommission zu vermeiden, berichtet Metal Bulletin.


Betonstahlpreis gibt nach
Schwächer ist die Nachfrage nach Betonstahl. Italienische und spanische Produzenten haben ihre Verkaufspreise gesenkt. Dies hat dazu geführt, dass der Betonstahlpreis in Südeuropa von 485-510 Euro Ende Mai auf 480-500 Euro in der ersten Juniwoche sank. "Ich rechne nicht damit, dass die Preise noch weiter fallen, zumal der durchschnittliche Schrottpreis im letzten Monat kaum sank", zitiert Metal Bulletin einen Insider eines südeuropäischen Stahlproduzenten.

Von wegen kein Stahlkonzern mehr
Nachdem ArcelorMittal, Thyssenkrupp und Salzgitter sehr gute Geschäftszahlen vorgelegt hatten, zieht Voestalpine nun nach. Dank einen starken Ergebnisbeitrag der Stahlsparte verdienten die Linzer im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 55% mehr gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Voestalpine ließ in den letzten Jahren kaum eine Gelegenheit aus zu betonen, kein Stahlkonzern, sondern eher ein Technologiekonzern zu sein. Doch wenn die Einnahmen aus dem Stahlgeschäft sprudeln, ist man ganz offenbar auch gerne wieder ein Stahlkonzern: "Innerhalb des Konzerns wies die auf Hochqualitätsstähle ausgerichtete Steel Division im Jahresvergleich die stärksten Zuwächse aus, sie erreichte mit rund 910 Mio. EUR auch das höchste operative Ergebnis (EBITDA) ihrer Geschichte", berichtet die für Public Relations zuständige Abteilung des Konzerns.