14.08.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 14. August 2018

Stahlbranche kommt von Überkapazitäten nicht runter
Der Stahlwerk-Bauer SMS Group profitiert von einer besseren Lage auf dem Stahlmarkt, sieht sich allerdings wegen Überkapazitäten mit einer stagnierenden Ertragskraft konfrontiert. So konnte der Weltmarktführer für Stahlausrüstungsinvestitionen Auftragseingange und Ergebnis vor Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar steigen. Die Umsatzentwicklung war hingegen rückläufig.

Stahlwerk-Bauer konnten trotz gestiegener Stahlpreise keine höheren Preise durchsetzen, weil die Stahlproduzenten immer noch auf Überkapazitäten säßen, sagt Torsten Heising, Finanzchef bei SMS. Der Geschäftsausblick für das laufende Jahr ist nicht unbedingt berauschend. Der Konzern rechnet für 2018 mit einem Auftragseingang und Umsatzentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres.

Trumps Strafzölle spülen Geld in Staatskasse
Donald Trump hat mit seinen Strafzöllen auf Stahl (25%) und Aluminium (10%) bisher 1,4 Milliarden US-Dollar eingenommen. So viel spülten die Abgaben zwischen März und Juli in die Staatskassen. Experten erwarten Zolleinnahmen im laufenden Jahr von 7,5 Billionen Dollar (5,8 Milliarden Dollar bei Stahl, 1,7 Milliarden Dollar bei Aluminium). Mit den Einnahmen lassen sich etwa 1% der Ausgaben des neuen Verteidigungshaushalts von 716 Milliarden Dollar bestreiten.

Deutsche Wirtschaft besser als erwartet
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich im zweiten Quartal etwas stärker erhöht als erwartet. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni 2018 um 0,5%, meldet das Statistische Bundesamt. Bankenvolkswirte hatten mit 0,4% gerechnet. In Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen wurde mehr investiert als im ersten Quartal, für das die Statistiker das Wachstum von 0,3% auf 0,4% nach oben revidierten.