07.09.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 7. September 2018

Nach dem schwachen Auftragseingang geht auch die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe überraschend stark zurück. So sanken die Ausbringungen im Juli um 1,1% gegenüber Vormonat, meldet das Statistische Bundesamt. Banken-Volkswirte hatten im Mittel mit einem Anstieg um 0,2% gerechnet.

"Die aktuelle Produktionsschwäche in der Industrie hängt auch mit temporären Engpässen bei den Zulassungen von Pkw zusammen", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium. Der Aufschwung der Industrie dürfte sich mit der Auflösung des Zulassungsstaus fortsetzen. Ferner weist das Ministerium auf einem "Boom im Baugewerbe" hin.

Aus diesem Blickwinkel stellen die schwachen Konjunkturdaten aus der deutschen Industrie erst einmal keine Gefahr für die Stahlproduzenten da. Der durchschnittliche Stahlpreis für Warmband aus nordeuropäischen Hochöfen dürfte im Herbst in die Nähe von 600 Euro je Tonne steigen. In der zweiten Augusthälfte kostete Warmband laut Preisdaten von Steel Benchmarker 558-568 Euro je Tonne.

"Die Käufer nehmen sich Zeit, um herauszufinden, wie die (Stahl-) Preise sein werden, zitiert Metal Bulletin einen Stahlhändler. "Die heimischen Stahlwerke werden einen gewissen Preisanstieg erzielen, da ihre Auftragsbücher gut gefüllt sind, die Importmengen sinken dürften und die (Stahl-) Nachfrage normal ist."