12.09.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 12. September 2018

Stahllobby ist Importstahl Dorn im Auge
Es darf bezweifelt werden, dass die zwei großen Stahlkonzerne mit der dauerhaften Abschottung des EU-Stahlmarktes ihre eingetrübten Geschäftsausblicke und schwachen Aktienkurse flottbekommen. "Damit Europa vor den bereits spürbaren Handelsumlenkungen dauerhaft geschützt bleibe, müsse die EU-Kommission endgültige Safeguard-Maßnahmen im Stahlbereich einführen", fordert die Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Stahlaktien: Anleger sehen rot
Die Thyssenkrupp-Aktien notiert derweil mit 19,16 Euro um 20% unter dem Kurs von Jahresbeginn. Anteilsscheine von Salzgitter kosten 37,70 Euro und sind um 23% günstiger. Zum Vergleich: Der Dax hat 7% verloren, der MDax, in dem Salzgitter gelistet ist, hat seit Anfang 2018 sogar 1% zugelegt.

Industrieproduktion und Ausblick schwach
Die Industrieproduktion in der EU lag im Juli um 0,8% tiefer als im Juni 2018, meldet Eurostat. Der Rückgang hatte sich bereits wegen den zuvor vom Statistischen Bundesamt gemeldeten schwachen Entwicklung der Ausbringungen im Produzierenden Gewerbes angedeutet.

Eine neuere Einkaufsmanager-Erhebung von IHS Markit zeigt zwar, dass die Industrieunternehmen im August ihre Produktion wieder gesteigert haben. Allerdings gebe es "zunehmende Sorgen" über die weitere Konjunkturentwicklung. "Hauptgrund für die im Vergleich zum Jahresbeginn spürbar nachlassende Nachfrage war das niedrigste Exportorderplus seit knapp zwei Jahren", erläutert Chris Williamson, Chef-Ökonom von IHS Markit.