02.10.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 2. Oktober 2018

Die Stahlproduzenten werden es wegen einer verlangsamter Industriekonjunktur schwer haben, Preiserhöhungen durchzusetzen. Deutschlands Verarbeitendes Gewerbe ist angeschlagen: Trotz einem butterweichen Euro* läuft der Export schlecht. "Erstmals seit mehr als drei Jahren schlug bei Ordern aus dem Ausland ein Minus zu Buche", heißt es im neuen Einkaufsmanager-Bericht von IHS Markit.

Neben eingetrübten Geschäftsausblicken und einer schwachen Produktionssteigerungsrate drückt die Industriefirmen der Schuh auf der Einkaufsseite. Die Kosten blieben hoch, "einige Umfrageteilnehmer wiesen besonders auf den Preisanstieg für Energie, Stahl und Metallprodukte hin", steht in dem Bericht.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) sinkt auf 53,7 Punkte und droht bis Jahresende unter die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten zu purzeln. Zum Vergleich: Im Dezember 2017 notierte der PMI-Index bei 63,3 Zählern. In der Eurozone sieht es noch düsterer aus. Hier fällt der PMI-Index auf 53,2 Zähler. Italiens PMI ist bei 50 Zählern, Tendenz weiter sinkend.


*Der Euro-Wechselkurs ist aktuell bei 1,15 US-Dollar. Vor vier Jahren brachte der Euro noch 1,40 Dollar auf die Waage. Im Sommer 2008 sogar 1,60.