29.10.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 29. Oktober 2018

Stahlproduzenten drohen von Überkapazitäten eingeholt zu werden. "Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der letzten 2-3 Jahre, war die Sache (mit den Überkapazitäten) beinahe verschwunden", zitiert Reuters Voestalpine-Chef Wolfgang Eder. Weil es den Anschein habe, dass der Gipfel des Konjunkturaufschwungs überschritten sei, stünde das Thema nun aber wieder auf der Tagesordnung, so Eder.

In Europa ist davon bisher wenig zu spüren. Die hiesige Automobilindustrie klagt über Orderzeiten von 20 Wochen. Normalerweise dauert es zwölf Wochen, bis Stahlproduzenten liefern. Die Situation ist nicht ungefährlich, suggeriert sie doch, dass das Problem mit den Überkapazitäten gelöst ist.

Nächstes Jahr wird die Stahlnachfrage weniger dynamisch wachsen als in diesem. Der Weltstahlverband Worldsteel rechnet mit einem Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage um 3,9% (2018) und 1,4% (2019). Für den EU-Stahlmarkt prognostiziert Worldsteel ein Plus von 2,2% in diesem und 1,7% im nächsten Jahr.