26.11.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 26. November 2018

Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl aus nordeuropäische Produktion lag bei 534 Euro je Tonne per 23. November 2018, meldet der Rohstoffinformationsdienst Argus. Die Stahlnachfrage in Nordeuropa habe sich verlangsamt. Deutschlands Verarbeitendes Gewerbe, das jede Menge Stahl nachfragt, gerät in schwieriges Fahrwasser.

Im deutschen Industriesektor trübt sich die Lage ein. Der Auftragseingang ist enttäuschend, und so fällt der Einkaufsmanagerindex (PMI) im November 2018 auf den niedrigsten Wert seit 32 Monaten. "Wegen rückläufiger Ausfuhren nach China, Italien und in die Türkei schlug beim Exportneugeschäft in der Industrie das höchste Minus seit fast sechs Jahren zu Buche", erläutert der Experte Phil Smith von IHS Markit.

Den Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe machen anhaltend kräftige Anstiege bei den Einkaufspreisen für Rohstoffe und Energie zu schaffen. Dieses Problematik dürfte sich demnächst etwas lindern. Der Ölpreis stürzte seit dem Beginn des 4. Quartals 2018 um 30% ab.

Industriemetalle wie Kupfer und Eisenerz haben sich zwar nicht einmal annähernd so deutlich vergünstigt wie Öl. Allerdings haben sie sich auch nicht weiter verteuert. Der schwache Euro ist für viele Industriefirmen eine Belastung. Er hilft nicht länger das Exportneugeschäft anzukurbeln, führt aber dazu, dass die Beschaffungskosten für Rohstoffe nur langsam sinken.