01.12.18

Aktuelle Stahlpreise pro Tonne (1.000 kg) - Westeuropa/USA

Der Stahlpreis für Warmband sinkt auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten. In Westeuropa produziertes und ausgeliefertes Warmband kostete 530 Euro je Tonne per 26. November 2018, meldet Steel Benchmarker. Das waren 11 Euro weniger gegenüber der ersten Monatshälfte. Der US-Warmbandpreis purzelt von 920 US-Dollar auf 864 Dollar je Tonne (1.000 kg).


Stahlproduzenten wie Thyssenkrupp und Salzgitter hatten im Oktober ihren Ausstoß von warmgewalzten Erzeugnissen um 3,6% auf 3,09 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahresmonat gedrosselt. Ohne diese Verringerung wäre der Warmbandpreis wohl noch tiefer gefallen. Die Produktion bleibe abwärtsgerichtet, ausgehend jedoch von einem hohen Level, erläutert die Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Der deutsche Industriesektor büßte im November weiter an Dynamik ein, wie aus aktuellen Einkaufsmanager-Daten von IHS Markit und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) hervorgeht. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) sank mit 51,6 Zählern auf den tiefsten Stand seit 32 Monaten.

Das US-Pendant, der ISM-Einkaufsmanagerindex, steht mit 57,7 Punkten deutlich besser da. Aber auch hier deutet sich eine Abkühlung an. So hat General Motors angekündigt, 15.000 Stellen zu streichen und einige Werke zu schließen. Dies dürfte die Warmband-Nachfrage dämpfen und dazu beitragen, dass sich die große Lücke zwischen den europäischen- und amerikanischen Warmbandpreisen weiter schließt.