11.12.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 11. Dezember 2018

"Das seit Monaten anhaltende Niedrigwasser setzte auch der Industrie zu. Unternehmen wie Thyssenkrupp, der Stahlgigant ArcelorMittal, der Ölmulti Shell sowie die Chemiekonzerne Covestro und BASF mussten deshalb schon ihre Produktion und teils auch ihre Jahresziele kürzen", meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Derweil hat sich die Frachtschiffahrt auf dem Rhein dank steigender Pegelstände wieder normalisiert. Die Aktienkurse nicht. Anteilsscheine von Thyssenkrupp notieren bei 15,46 Euro und damit auf dem tiefsten Stand seit März 2016. Seinerzeit erlösten die Stahlkonzerne im Schnitt 350 Euro je Tonne für Warmband. Aktuell sind es 530-540 Euro. Die ArcelorMittal-Aktie ist mit 18,60 Euro auf einem 18-Monatstief.

Vieles spricht dafür, dass sich Deutschland und weite Teil der EU in einem dauerhaften Konjunkturabschwung befinden. Neben eingetrübten Einkaufsmanager-Daten und ifo-Geschäftsklima haben auch die von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobenen Konjunkturindizes für Deutschland und die Eurozone deutlich nachgegeben.

Es verdichten sich daher die Anzeichen, dass die Abkühlung der Industriekonjunktur etwas Dauerhaftes ist. Wer behauptet, das Ganze sei vorübergehend und lasse sich auf Produktionsausfälle wegen eines neuen Abgastestverfahrens in der Automobilindustrie und auf das Niedrigwasser des Rheins zurückführen, dürfte daneben liegen.