06.12.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 6. Dezember 2018

EU-Schutzklauseln
Die EU-Kommission wird aller Voraussicht nach die Abschottung des EU-Stahlmarktes forcieren. Schutzklauselmaßnahmen, die dazu dienen Stahlimporte über ein kompliziertes Quotensystem abzublocken, sollen künftig quartalsweise und für jedes EU-Land einzeln verhängt werden, berichtet der Rohstoffinformationsdienst Argus. Bisher basieren die zollfreien Importquoten auf Basis der jährlichen Importe für den gesamten EU-Stahlmarkt.

Für den Warmband-Stahlmarkt sind die Schutzklauselmaßnahmen von geringer Bedeutung, als die Mitte 2018 im Zuge der vorläufigen Schutzklauselmaßnahmen verhängten zollfreien Importquoten bisher lediglich zu 50% ausgeschöpft wurden. "Die Safeguard Maßnahmen haben nicht funktioniert, sie haben den Preis nicht gestützt", zitiert Argus einen Stahl-Lageristen.

Eisenerzprognose
Der Eisenerzpreis wird sich nach Einschätzung der Experten von Goldman Sachs in den kommenden zwölf Monaten bei 60-70 US-Dollar je Tonne einpendeln. Zuletzt kostete Eisenerz mit einem Gehalt von 62% 66 US-Dollar.