20.12.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 20. Dezember 2018

Die Stahlpreise für Walzstahlerzeugnisse in Deutschland seien wegen einer rückläufigen Nachfrage aller stahlverbrauchender Sektoren gesunken, meldet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Die Stahlproduzenten seien nicht voll ausgebucht. Importstahl aus der Türkei und Asien setze die Produzenten unter Druck.

Die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft reißen nicht ab: Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember zum vierten Mal in Folge gesunken, meldet das Münchner Forschungsinstitut. In dem für die Stahlindustrie so wichtigen Verarbeitenden Gewerbe trübt sich die Stimmung besonders deutlich ein. "Der Grund waren vor allem die Erwartungen der Unternehmen", streicht ifo-Chef Clemens Fuest heraus.

Hoffnungsschimmer ist weiterhin die Lagebeurteilung. Sie bröckelt zwar ebenso wie die Erwartungen, ihre aktuelle Lage beurteilen die Industriefirmen aber weiterhin recht gut. Eine positive Ausnahme ist die Baubranche. Hier verharrt das Geschäftsklima auf recht hohem Niveau. Allerdings ist das ein schwaches Trostpflaster.

Zum einen hat die Baubranche nur einen geringen Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Zum anderen ist das Geschäft, das die Stahlproduzenten mit den Baufirmen haben, bei weitem nicht so volumen- und margenstark wie das, was sie mit dem Verkauf von Bandstählen an die Automobilindustrie machen.