05.12.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 5. Dezember 2018

Wandelt die Autoindustrie auf den Spuren von Thyssenkrupp?
Deutschlands größter Stahlproduzent hatte einst mit einer Milliarden-Fehlinvestition in den USA den gesamten Konzern ins Wanken gebracht. "Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um die Autozölle zu vermeiden", sagt der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Herbert Diess nach einem Treffen mit US-Präsident Trump im Weißen Haus. Der Preis dafür könnte zu hoch sein.

Volkswagen, Daimler und BMW kündigen große Investitionen in den USA an. Ob sich die in Anbetracht des späten Stadiums des US-Konjunkturzyklus rechnen, steht auf einem anderen Blatt. Sparsamer sind die Autokonzerne im Einkauf. Ein Stahlkonzern habe mit einem Autokonzern vereinbart, Warmband-Belieferung zu denselben Preisen zu wie im letzten Jahr vorzunehmen, meldet Argus.

Stahlarbeiter fordern mehr Geld
Die IG Metall will für die rund 72.0000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie einen kräftigen Schluss aus der Pulle. 6% mehr Geld fordert die Gewerkschaft. Sie begründet das mit den höheren Stahlpreisen. Der Durchschnittspreis für das Stahl-Referenzprodukt Warmband sei zuletzt auf 586 Euro gestiegen. Das seien rund 80% mehr als noch vor drei Jahren, erläutert der nordrhein-westfälische IG Metallchef Knut Giesler. Darüber hinaus seien die Stahlwerke zu 90% ausgelastet.