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22.01.19

Aktuelle Stahlpreise pro Tonne (1.000 kg) - Westeuropa/USA

Der Stahlpreis für Warmband sinkt auf den tiefsten Stand seit 18 Monaten. Der 5 Millimeter dicke und 1200-1500 Millimeter breite Stahl kostet in Deutschland, Frankreich und Benelux 499 Euro je Tonne per 14. Januar 2019, meldet Steel Benchmarker. In den USA kann sich der Warmbandpreis nach erdrutschartigen Verlusten mit Ach und Krach über 800 US-Dollar je Tonne (1.000 kg) halten.


"2018 war weltweit ein turbulentes Jahr für die Stahl-Verkaufspreise. 2019 sei davon auszugehen, dass die Höchststände des letzten Jahres nicht erreicht werden", sagt die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Im Februar 2018 klettere der Warmbandpreis in Westeuropa auf 570 Euro. Im Mai und August blieben Anläufe diese Höchstmarke zu überbieten bei 566-568 Euro stecken.

Hintergrund der sinkenden Stahlpreisentwicklung ist eine sich abschwächende Stahlnachfrage des Produzierenden Gewerbes. Vor allem die Automobilindustrie muss kleinere Brötchen backen. Der ifo-Geschäftsklima-Teilindex für das Verarbeitende Gewerbe rauschte zwischen Januar und Dezember 2018 von 34,0 Punkten auf 14,8 Zähler in den Keller.

Die deutschen Stahlproduzenten haben auf den Abschwung im Produzierenden Gewerbe mit einer Verringerung des Stahlaustoßes reagiert. Zwischen Januar und Oktober 2018 brachten sie 31,02 Millionen warmgewalzte Erzeugnisse aus. Das waren 2,1% weniger gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Rohstahlproduktion senkten sie um 2,5% auf 35,52 Millionen Tonnen, wie aus Daten der Wirtschaftsvereinigung Stahl hervorgeht.

Indes hat sich der Schock, den die US-Stahlpreise nach der Verhängung von Import-Strafzölle in Höhe von 25% durch US-Präsident Trump erfuhren, gelegt. An der US-Ostküste kostet Warmband aktuell 806 Dollar. Das sind 40 Dollar weniger als an Weihnachten und ein Fünftel weniger als Anfang Juli 2018, als US-Warmband auf eine Höchstmarke bei 1.006 Dollar hochschoss.