08.01.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 8. Januar 2019

Konjunktur verliert weiter an Dynamik
Die deutsche Wirtschaft verliert laut einem von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobenen Konjunkturindex im Januar 2019 weiter an Schwung. Es gäbe "für die Politik genügend Gründe sich über die Wirtschaftspolitik und den Umgang mit den Schlüsselindustrien, wie z.B. die Autoindustrie, Gedanken zu machen. Dafür ist es jedoch offensichtlich noch nicht trübe genug", kommentiert Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. In den Eurozone stehen die Zeichen ebenfalls auf Abschwung.

Altmaiers Ausreden
Das Wirtschaftsministerium geht derweil seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Dem Suchen nach Ausreden für den Konjunkturabschwung. Und so lässt Peter Altmaier einen überraschend deutlichen Rückgang der Industrieproduktion im November 2018 mit der Häufung von Brückentagen erklären. Ferner sei die in der Automobilindustrie so genannte WLTP-Problematik, also die vorübergehende Drosselung der Produktion wegen neuer Abgasstandards, erneut zum Tragen gekommen.

China schiebt Eisenerzpreis an
Eisenerz mit einem Gehalt von 62% verteuert sich auf 73,51 US-Dollar je Tonne. Damit ist der zentrale Rohstoff für die Stahlproduktion so teuer wie das letzte Mal Ende November 2018. Preistreiber sind Neuigkeiten aus China. Optimismus überwiegt, dass der Handelskonflikt mit den USA beigelegt wird. Chinas Notenbank kurbelt die Konjunktur mit einer Lockerung der Geldpolitik an. Darüber hinaus wirkt ein im letzten Monat verabschiedetes 860 Milliarden Yuan (109,55 Milliarden Euro) schweres Infrastrukturprogramm in die städtischen Schienenwege auf die Stahlnachfrage, und damit auch die Eisenerznachfrage.