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14.01.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 14. Januar 2019

Der durchschnittliche Stahlpreis für Warmband lag in Nordwesteuropa zuletzt bei 520 Euro je Tonne ab Werk. Vergleichbares Material aus der Türkei ist in Antwerpen für 470-480 Euro verfügbar, meldet Argus. Die Stahlproduzenten sind unzufrieden, weil die in Kürze in Kraft tretenden permanenten Schutzklauselmaßnahmen im Gegensatz zu vielen anderen Ländern für die Türkei keine Quotenregelung vorsehen.

Weil die türkischen Produzenten in der zweiten Jahreshälfte 2018 verstärkt Stahl in die EU importiert hat, sind die Stahlpreise laut Einschätzungen von Experten unter Druck geraten. Die Türkei kämpft mit wirtschaftlichen Problemen und einer schwachen Währung. Letzteres hilft den Exporteuren Stahl zu niedrigen Verkaufspreisen auf den EU-Stahlmarkt zu werfen.

US-Präsident Donald Trump droht derweil der Türkei mit einer wirtschaftlichen Zerstörung, sollte sie die Kurden angreifen. Damit könte die in den letzten Monaten erfolgte Erholung der türkischen Lira hinfällig werden. Der US-Präsident hatte 2018 die Importzölle auf Stahl aus der Türkei von 25% auf 50% verdoppelt, was die Stahlexporte der Türkei in die EU weiter erhöhte.