21.01.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 21. Januar 2019

Ausblick für Stahlproduzenten trübt sich ein
Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl aus nordwesteuropäischen Hochöfen lag zuletzt bei 510 Euro je Tonne. Einige Stahlproduzenten informieren, dass die Lieferzeiten bis in April reichen und lehnen ab, den Verkaufspreis weiter zu senken. Andere wollten neues Geschäft an Land ziehen und liefern Warmband zu Verkaufspreisen nahe 500 Euro, berichtet Argus. Das zweite Quartal ist für viele Stahlproduzenten die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Sollte es ihnen nicht gelingen die Verkaufspreise zu erhöhen, wäre das ein schlechtes Signal für die weitere Geschäftsentwicklung.

Betonstahlpreis bewegt sich
Sechs Wochen ist der Betonstahlpreis bei 540-560 Euro auf der Stelle getreten. Nun kommt Bewegung rein: In Nordeuropa produzierter Betonstahl sank auf 530-550 Euro je Tonne per 16. Januar 2019, berichtet Fastmarkets/Metal Bulletin. Die Situation ist vergleichbar mit der auf dem Warmband-Markt. Die Verkäufer senken die Preise, um mehr Umsatz zu machen.

China schaltet gang runter
In China hat sich die Stahlproduktion und das Wirtschaftswachstum Ende 2018 spürbar abgeschwächt. Mit 76 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugten die Hütten im Dezember 2018 so wenig wie das letzte Mal vor neun Monaten, teilt das nationale Statistikbüro in Peking mit. Von einer Trendwende kann man allerdings nicht sprechen. Im Vergleich zum Dezember 2017 kletterte die Rohstahlproduktion um 8,2%. Das Wirtschaftswachstum lag nach offiziellen Angaben im letzten Jahr bei 6,6% und damit so niedrig wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. Tatsächlich könnten es 1-3 Prozentpunkte weniger sein, da die BIP-Zahlen als nicht besonders akkurat gelten.