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28.01.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 28. Januar 2019

In Süddeutschland bieten Stahlproduzenten warmgewalzten Stahl für 460-470 Euro je Tonne an, berichtet der Rohstoffdienst Argus. Auf den Stahlpreisen lastet die schwache Industriekonjunktur. Laut Einkaufsmanager-Daten von IHS Markit sind Januar 2019 zum ersten Mal seit mehreren Jahren Aktivität und Ausstoß im Produzierende Gewerbe zurückgegangen. Die führt zu vergleichsweise hohen Stahl-Lagerbeständen und drückt die Verkaufspreise.

"Bei den Geschäftserwartungen überwiegt zum ersten Mal seit Dezember 2012 die Zahl der Pessimisten", sagt Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe zu Reuters. Mehr als sieben Jahre lang hätten hier die Optimisten die Oberhand gehabt. Dies kehre nun ins Negative um. Die Stimmung unter den Exporten hat sich erneut verschlechtert, teilt das ifo-Institut derweil mit. Die deutsche Industrie starte mit Sorgenfalten ins neue Jahr.

In der EU stagnierte die Rohstahlproduktion im Jahr 2018 mit knapp 311,8 Millionen Tonen auf dem Niveau des Vorjahres. Anders sah es in China aus. Hier gab es eine Steigerung um 6,6% auf 928,3 Millionen Tonnen. Die USA konnten ihren Stahlausstoß im Lichte der von Präsident Trump verhängten Strafzöllen und erhöhten Investitionen dank Steuersenkungen um 6,2% auf 86,7 Millionen Tonnen steigern.