05.08.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 5. August 2019

Warmband: Produktion und Preise purzelt
Stahlproduzenten wie Thyssenkrupp, Salzgitter und ArcelorMittal haben in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 17,9 Millionen Tonnen warmgewalzte Erzeugnisse produziert. Das waren 5,6% weniger als im Vorjahreszeitraum, meldet die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Der Stahlpreis für in Westeuropa hergestelltes und ausgeliefertes Warmband sank zwischen Januar und Juni laut "Steel Benchmarker" von 499 Euro auf 464 Euro (-7,1%).

Ungünstige Wechselkursentwicklungen
Die USA haben neue Strafzölle gegen China verhängt. Infolge schwächte sich die chinesische Währung Yuan ab. Der Euro verteuerte sich von 7,62 Yuan auf 7,73 Yuan. Das ist eine schlechte Nachricht für die europäischen Stahlproduzenten, als der steigende Euro in die EU kommenden Importstahl aus China preislich wettbewerbsfähiger macht.

Noch ist die Schmerzgrenze nicht allerdings erreicht. Dafür müsst der Euro-Yuan-Kurs deutlich über 8,00 steigen und sich über diesem Niveau ein halbes Jahr befestigen. Weil die Europäische Zentralbank (EZB) kurz davor steht, die Leitzinsen noch negativer zu machen und anpeilt, mit selbstgedruckten Euros erneut Staatsanleihen und Unternehmensanleihen zu kaufen, ist das Aufwärtspotenzial für den Euro begrenzt.