14.10.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 14. Oktober 2019

Der Stahlpreis für Warmband aus nordwesteuropäischer Produktion sank in der letzten Woche um 17 Euro auf 429,50 Euro. Hintergrund sei ein "exzessiver Lagerabbau" potenzieller Käufer, berichtet Argus. Es gebe allerdings Anzeichen, dass die Lage auf dem Stahlmarkt nahe dem Tiefpunkt sei. Europäische Stahlproduzenten hätten lange genug Geld verloren und versuchten den Markt zu stabilisieren.

Unterstützung für diese These kommt von der Londoner Metallbörse (LME). Der dort gehandelte Stahlschrottkontrakt, der die Preisentwicklung von homogenen Eisen- und Stahlschrott (Heavy Melting Steel, HMS 1/2) abbildet, stieg seit dem Beginn des 4. Quartals 2019 von 234 US-Dollar auf 239 Dollar. Der Betonstahlkontrakt für die Sorte B500C erhöhte sich um 12 Dollar auf 407 Dollar.

Das Produzierende Gewerbe schaut in dieser Woche nach Brüssel. Auf dem EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober wird aller Voraussicht nach entschieden, ob Großbritannien doch noch mit einer konjunkturfreundlichen Austrittsvereinbarung die EU verlässt, oder ob es zu einem harten Brexit kommt. Erstgenanntes wäre zweifelsfrei die bessere Nachricht und könnte eine etwaige Bodenbildung und Rebound auf dem Stahlmarkt forcieren.

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